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Author Topic: Stand der Technik  (Read 3603 times)
UraYagyu
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« Reply #15 on: December 09, 2008, 09:09:36 PM »

Da jetzt einmal etwas zur Medizin gekommen ist und ich zur Waffentechnologie oder Programmierung wenig mitzugeben hatte, frei nach dem guten Spruch Wenn man keine Ahnung hat soll man zur Abwechslung einfach mal die Klappe halten, möchte ich auch etwas posten.
Nach den Anschlägen von 9/11 hat der Chef der Homelandsecurity im Ernst verlangt einen Sensor zu bauen, der Sprengstoffe, chemische und biologische Kampfstoffe aufspürt und das ganze sollte dann auch noch in alle Mobiltelefone der Usbevölkerung eingebaut werden. Ich nehme einmal an, dass er danach eine Nachricht von einem Techniker bekam und er aufgeklärt wurde, dass der StarTrekTricorder eine Fiktion ist. Was den Diagnoseeinsatz von Sensor und Maschinenmedibackpacks angeht, so habe ich da zum Bsp. ein Lustiges Programm mit meinem Interne Buch mitbekommen um Krankheiten nach den charakteristischten Symptomen zu diagnostizieren. Fetzenbankert wird mir da sicher beipflichten, dass bei soetwas ohne medizinische Ausbildung (Was versteht ein Laie unter Symptomen, bzw. wie eicht man eine Maschine darauf, hat dann jeder Mishimane automatisch Hepatitis?) nicht viel Sinnvolles rauskommt, und die Ärzte verwenden das auch nicht. Das einzige was vorstellbar wäre, ist eine Antitraumaeinheit um Verletzungen schnell mit Proteinkleber zu schließen, Defi bei Herzstillstand und Adrenalininjektionen. Alles was in Richtung Diagnostik und Chirurgische Wiederherstellung geht muss von einem richtigen Arzt ausgeführt werden.
« Last Edit: December 09, 2008, 09:16:36 PM by UraYagyu » Logged
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« Reply #16 on: December 10, 2008, 09:40:20 AM »

... hat dann jeder Mishimane automatisch Hepatitis?
Hahahaha. An das hab ich noch gar nicht gedacht, genial.

Das einzige was vorstellbar wäre, ist eine Antitraumaeinheit um Verletzungen schnell mit Proteinkleber zu schließen, Defi bei Herzstillstand und Adrenalininjektionen. Alles was in Richtung Diagnostik und Chirurgische Wiederherstellung geht muss von einem richtigen Arzt ausgeführt werden.
Genau das hab ich mir auch als allererstes gedacht. Funzt aber nicht, denn:
1) Um Fibrinkleber zum schnellen Wundverschluss einzusetzen, muss er punktgenau aufgetragen werden. Mach das mal bei einem Patienten, der sich vor Schmerzen hin- und herwirft - da brauchts schon ein paar Helfer um den festzuhalten. Selbst wenn er im Narkosestadium liegt (und damit immobilisiert ist), ist es für ein automatisiertes System sehr schwierig (wenn nicht sogar sehr unwahrscheinlich) die richtigen Stellen zum Auftragen des Klebers zu erkennen (ansonsten besteht die Gefahr eines iatrogenen Thrombus).
2) Außerdem können diese Kleber nur zur Unterstützung eingesetzt werden und niemals alleine, da sie nicht die Reißfestigkeit einer Ligatur besitzen. Würden die Klebekomponenten synthetisiert werden und biochemisch in ihrer Struktur verändert werden (um ihre Eigenschaften zu verändern), werden sie vom Organismus als körperfremd erkannt und abgestossen. Da hat uns die Natur einen Riegel vorgeschoben.
3) Um größere Traumen behandeln zu können bleiben Klammern nicht erspart, das wiederum bei automatisierten Prozessen zur lokalen Ischämie und zu Perfusionsschäden führt.
4) Ist das Trauma sehr groß, so besteht ein sehr hohes Risiko an schweren Flüssigkeitsverlust, hohen Proteinverlust, einer Sepsis oder Hypothermie. Auch das lässt sich nicht so einfach behandeln. Vor allem nicht durch einen von Black Ice vorgeschlagenen "Computer, der nicht viel können muss".
5) Ein Defi ist immer nur Unterstützung, niemals Ersatz! Nur eine korrekt durchgeführte Herzpunktmassage ist der Schlüssel zur erfolgreichen Wiederbelebung (schließlich muss durch den Handdruck ein großes Blutvolumen bewegt werden).
6) ich kann mir vorstellen, daß in RL so ein Gerät eine großartige Unterstützung wäre. Aber wie UraYagyu richtigerweise sagt, kann es einen Arzt nicht ersetzen. All die lustigen Gerätchen aus diversen SF-Filmen, die mittels Laser Hautverletzungen zusammenschweissen können und ähnliches, sollten als das angesehen werden, was sie sind: Märchen. Nette, lustige, faszinierende Märchen. Welche in denen auch das Fliegen durch Dampfmaschinen möglich ist. So what? Mir gefällts - und das ist gut so. Aber bleiben wir auf dem Teppich - das hier ist Mutant Chronicles. Und nicht Star Trek.
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UraYagyu
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« Reply #17 on: December 11, 2008, 07:00:36 PM »

5) Ein Defi ist immer nur Unterstützung, niemals Ersatz! Nur eine korrekt durchgeführte Herzpunktmassage ist der Schlüssel zur erfolgreichen Wiederbelebung (schließlich muss durch den Handdruck ein großes Blutvolumen bewegt werden).
Natürlich könnte man das durch eine hydraulisch betriebene Platte unter der Rüstung bewerkstelligen.
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« Reply #18 on: December 11, 2008, 10:23:45 PM »

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Natürlich könnte man das durch eine hydraulisch betriebene Platte unter der Rüstung bewerkstelligen.

Naja das is kein Müll den man zusammenpressen muss oder so wenn das ding ne fehlfunktion aht kann da beim Menschen ziemlich viel Kaputt gehen. Außerdem muss bei der Herzmassage auch Luft zugeführt es heißt ja nicht umsonst Herz Lungen wiederbelebung.

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« Reply #19 on: December 12, 2008, 01:35:26 PM »

Hmm, jetzt kommen wir vielleicht zu einem interessanten Punkt - wo ist die Grenze?
Einerseits ist MC eine Welt, in der die verrücktesten Sachen vorkommen: Toten werden wieder zum Leben erweckt, Raumschiffe können durch Dimensionsspalten reisen und Menschen (=Bruderschaft) können mit ihren mentalen Kräften Kraftfelder aufbauen, an denen Gewehrkugeln abprallen. Hier ist scheinbar der Phantasie keine Grenze gesetzt.
Andererseits ist die Technik wieder auf einen früheren Stand zurückgefallen, riesige Einheiten wie Raumschiffe werden "decomputerisiert" und anstatt mit modernster Waffentechnik (computergestützte Feuerleitsysteme) gehen die Leute mit Schwertern aufeinander los. Gleichzeitig wird vielfach der heutigen Zeit vorausgegriffen und es werden Techniken verwendet, die heute noch nicht möglich sind: zB die M61 Vulcan erreicht eine theoretische Kadenz von 6000 Schuss/min, jedoch kann sie nicht von einem einzelnen Infantriesoldaten allein verwendet werden.
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Entgegen einer verbreiteten Meinung kann die „Minigun“ nicht von einem einzelnen Soldaten getragen und abgefeuert werden. Von der enormen Rückstoßkraft von etwa 1113 N (113,5kp) abgesehen, würde eine M134 mit 2000 Schuss Munition und dem benötigten Batterieblock etwa 80 kg wiegen. Dieses wird aber in in manchen Filmen (z. B. Predator) und Computerspielen (hauptsächlich Ego-Shooter) dargestellt.
Warum es mir jetzt geht sind Richtlinien bzw. Rahmenbedingungen, was nun im MC-Universum vorkommt und was nicht. Denn was ich vermeiden möchte (und schon einmal hatte), sind endlose Diskussionen zwischen Spielleiter und Spieler, ob nun ein Gerät existiert oder nicht bzw. ob eine Technik so oder so funktioniert (und eine Aktion dadurch durchführbar ist oder nicht).
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